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Feinkost – gemütlicher Flohmarkt in der Südvorstadt

Feinkost

Gerade für kleine Gewerbetreibende wie mich ist das Internet natürlich ein Segen. Ohne allzu großen Aufwand kann man seine Sachen einem recht breiten Publikum vorstellen, ob nun auf Plattformen wie dawanda, mit einer Fanpage auf Facebook oder auch der eigenen Website. Trotzdem oder gerade deshalb finde ich es schön, mit meinem Schmuck ab und an unter die Leute zu gehen. Dafür gibt es im kreativen Leipzig reichlich Gelegenheiten, von denen der Feinkost-Flohmarkt einer meiner Favoriten ist. Deshalb möchte ich Euch den etwas näher vorstellen, vor allem (aber nicht ausschließlich) aus dem Blickwinkel eines Ausstellers.

Allgemeines

Der Feinkost-Flohmarkt findet in der Regel am ersten Samstag eines Monats von 10 bis 16 Uhr auf dem Gelände der Feinkost-Genossenschaft in der Karl-Liebknecht-Straße 36 statt.

Sortiment

Es dominiert das für einen Trödelmarkt typische Sortiment aus Deko-Kram, Büchern, CD usw. Besonders breit ist das Angebot an Klamotten, wobei traditionell die Angbote für die Weiblichkeit weit überwiegen. Das ist auch der Grund, aus dem sich meine Freundin immer auf die Feinkost freut und mir gern bei Aufbau und Betreuung meines Standes hilft. Im Laufe des Tages dreht sie drei Runden über den Markt und kehrt jedes Mal mit einer Tüte zurück.

Es finden sich allerdings auch jedes Mal einige Stände mit Handgemachtem. Dass es sich dabei meist um Schmuck handelt, liegt nicht (nur) an meinem eigenen Stand.

Publikum

Die Feinkost liegt in der kreativ-alternativen Südvorstadt und man darf zurecht ein entsprechendes Publikum erwarten. Es herrscht auch im Gedränge eine sehr entspannte, angenehme Atmosphäre. Außerdem wissen die Besucher Handgemachtes zu schätzen, wenn es preislich im Rahmen bleibt. Mit ausgesprochen hochpreisigen Angeboten ist man eher fehl am Platz, vermute ich.

Anmeldung

Stand von Werkstatt 11 Wer ein ausgeklügeltes Formular mit dreiseitigem PDF-Fragebogen erwartet oder befürchtet, wird angenehm überrascht sein. Die Anmeldung erfolgt über eine formlose Email. Das ist fast schon retro und auf jeden Fall sympathisch.

Wer einen Stand will, muss ein Stück weit vorausplanen können. Die einzelnen Termine sind sehr schnell ausgebucht. Der Markt Anfang September war schon im Juni dicht. Die gute Nachricht: Wer ein-, zweimal dabei war und höflich nachfragt, landet auf der Nachrückerliste. Völlig nutzlos ist die nicht. Im Juli konnte ich davon profitieren und kurzfristig noch einen Platz ergattern. Und auch eine Freundin hatte dieses Glück. (Bei der Gelegenheit: Urban Trifft Schön.)

Standpreise

Für drei Standmeter zahlen Private 20 Euro, Gewerbetreibende 25 Euro. Angesichts der guten Lage in der Südvorstadt mit viel Laufkundschaft und des Flairs halte ich das auch für einen Flohmarkt nicht nur für angemessen, sondern sogar für günstig. Bei den eigentlichen Kreativmärkten, zum Beispiel dem Happy Popup Market im Felsenkeller, beginnen die Preise oft erst bei 50 Euro pro Tag (bei Bedarf kommen noch Stromkosten hinzu).

Anfahrt und Aufbau

Muss man wirklich noch etwas zur Parkplatz-Situation in Leipzig schreiben? Ganz Ausgebuffte sichern sich schon am Vortag eine der ganz wenigen Parkbuchten direkt vor dem Gelände. Die anderen 98% der Aussteller müssen schauen, wie und wo sie wenigstens zum Ausladen einen halbwegs vernünftigen Halteplatz finden. Aber bitte nicht zu vogelwild! Einfach mal auf dem breiten Gehweg halten, das wird aus verständlichen Gründen überhaupt nicht gern gesehen und steigert die Sympathiewerte weder beim Veranstalter, noch bei den Kollegen. Steht man nun doch irgendwo in der Pampa, kann man sich mit etwas Glück wenigstens einen der Transportwagen der Feinkost sichern und sich das Schleppen sparen. Vielleicht ist es gar keine so dumme Idee, sich selbst eine Sackkarre oder Ähnliches mitzubringen. Ansonsten hilft Euch nur noch der zweibeinige Packesel.

Offiziell beginnen Platzwahl und Aufbau 8:30. Aber wer erst 8:30 erscheint, wird zahlreiche Plätze im Außenbereich schon besetzt und am Tor zum Innenbereich eine Warteschlange vorfinden.

Sonstige Tipps und Tricks

Ich habe ganz gern einen Platz auf der Straße – der Laufkundschaft wegen. Sollte aber die Wettervorhersage mittelprächtiges Wetter androhen (wie Anfang Juli), empfiehlt sich doch eher ein Platz im weitgehend überdachten Innenbereich. Wenn dann tatsächlich der Regen einsetzt, braucht man nicht hektisch seine Sachen abdecken oder gar einpacken und abhauen, sondern darf sich im Innenhof ganz entspannt dazu gratulieren, alles richtig gemacht zu haben.

Aber auch der schönste Sonnenschein hat Schattenseiten – oder eben nicht. Gerade zur Straße hin – auf der anderen Seite gewährt eine Mauer ab dem frühen Nachmittag Schutz – mutiert man im Laufe des Tages immer mehr zur Roster auf dem Grill. Vorkehrungen wie Sonnencreme und/oder Sonnenschirm sind Pflicht, will man nicht hummerfarben heimkehren.

Fazit

Die Feinkost macht immer wieder Spaß und lohnt sich auch – für Besucher wie für Aussteller. Im Oktober ist die Werkstatt 11 schon sicher mit von der Partie. Für September muss ich allerdings wieder auf die Nachrückerliste hoffen.

Termine 2017

Sämtliche Termine für 2017 stehen schon im Veranstaltungskalender auf werkstatt11.de. Infos zur Anmeldung findet Ihr auf den Seiten der Feinkost eG.

Ich hoffe, wir sehen uns!

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